Sonntag, 24. Oktober 2010

KUNST SCHAFFT LEBENDIGE KULTUR - DIE NIEDERLÄNDER HABEN DAS VERSTANDEN

Ein Grundeinkommen für Künstler im weitesten Sinne gibt es schon!

Wo? Natürlich in den Niederlanden!
Liebe Blogger,

eigentlich habe ich nicht viel Zeit, aber ich muss mich doch kurz in die aktuelle Debatte über das "bedingungslose Grundeinkommen" einmischen, betrifft ja irgendwie auch meine Zukunft.  In den Niederlanden kann man, wenn man nachweisen kann, dass man Künstler ist, vier Jahre lang Unterhalt bekommen.  Als Künster gilt man, wenn man an einer einschlägigen Kunstakademie studiert hat oder nur 1200 Euro per Jahr mit "Kunst" verdient.  Schade, dass es sowas nicht in Deutschland gibt, hier ist es ja schon fast ein Ding der Unmöglichkeit in die KSK rein zu kommen.  Auf jeden Fall verbleiben weger der "WIK" bzw. der Aussicht auf das "staatsstpendium" viele meiner deutschen Künstlerfreude, trotz beengter Wohnsituation, lieber in den Niederlandenden.
Ich werde jetzt gar nicht weiter auf dieses Thema eingehen finde aber den Ansatz "gesellschaftliche Beteiligung als Vorraussetzung für ein Grundeinkommen", dargelegt im folgenden PDF (Seite 348 - 350) als Zwischenschritt überlegenswert. Vor allem weil man dann die Debatte über: "Dann geht doch keiner mehr arbeiten" hinter sich lassen könnte.
MEHR http://www.freitag.de/community/blogs/verdinglichung/ein-grundeinkommen-fuer-kuenstler-im-weitesten-sinne-gibt-es-schon-
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Samstag, 23. Oktober 2010

Armut und Arbeitslosigkeit bei Künstlern

Vom Umgang mit Armut und Arbeitslosigkeit bei Künstlern
- Im Interview mit einer Berliner Malerin -

Van Gogh, Rembrandt und Gauguin starben arm und schritten zum Teil auch schon arm durchs Leben. Vereinsamt, vergessen, verkannt und verrückt - diese Attribute vereinen sich oft bei der Beschreibung Kunstschaffender. Der Künstler als am Leben Verzweifelnder, dem nichts so fremd ist, wie der Gedanke an Geld. Der Beitrag geht dieser Charakterisierung auf den Grund, u. a. durch ein Interview mit einer Berliner Malerin.


2. Der arbeitslose Künstler

Kunst versteht sich als Initiator von bleibenden Eindrücken. Sie baut auf die

Gefühle des Menschen, auf Träume und Wünsche. Sie wird individuell erschaffen,

ist jedoch immer nur in ihrer Außenwirkung relevant. Kunst spiegelt die Menschen

als Einzelwesen und Teil einer Gesellschaft wodurch sie zum Allgemeingut und

immateriellen Güterträger avanciert. Sie nährt also den Menschen auf ihre Art.

Es stellt sich jedoch die Frage, wovon Kunstschaffende leben, die von ihrer Kunst

allein nicht leben können. Dass für sie Kunst zum Überleben dazugehört, oder ihre

eigene Kunst als wichtiger Bestandteil eines lebenswerten Lebens dargestellt wird,

wird hierbei nicht bewertet, als vielmehr akzeptiert.

Der Anteil der Sozialhilfeempfänger an der Bevölkerung hat sich laut dem

Statistischen Bundesamt in den vergangenen vierzig Jahren mehr als verdreifacht.

Ende 2002 waren es 2,757 Millionen Empfänger. Dies wird zum einen erklärt

durch die hohe Arbeitslosigkeit aufgrund der schlechten Wirtschaftslage zum

anderen durch die Zunahme an Alleinerziehenden Müttern. Bei den arbeitslos

Gemeldeten zeigt sich ein Trend zur Langzeitarbeitslosigkeit. Deren

durchschnittliche Arbeitslosigkeit dauert 34 Monate, also knapp drei Jahre.

So weit die allgemeinen Zahlen. In Deutschland gibt es jedoch bislang keine

einheitliche Statistik, die die soziale und wirtschaftliche Situation von

Kunstschaffenden wirklichkeitsgetreu abbildet. Was freie Künstler wirklich

verdienen, lässt sich seriös nicht einmal schätzen. Verlässliche Größen wie

Monatsgehalt, geleistete Wochenarbeitszeit oder abgeführte Steuern sind nicht wie

in anderen Berufsfeldern messbar. Kennzeichnend sind eher temporäre

Engagements, unregelmäßige Verkaufserlöse, Phasen der faktischen

Arbeitslosigkeit oder nichtkünstlerischen Nebenbeschäftigung. Der jährliche

durchschnittliche Bruttoverdienst von freien Künstlern in Deutschland betrug in

2002 laut der Künstlersozialkasse (KSK) 10.200 Euro3. Über die KSK sind

Künstler kranken-, pflege und rentenversichert. Die Höhe der

Sozialversicherungsbeiträge wird anhand einer Einkommensschätzung durch den

Versicherten für das kommende Beitragsjahr ermittelt und kann von der KSK

kaum auf Plausibilität geprüft werden, da es sich nur um erwartete zukünftige

Einnahmen handelt. Je niedriger der Wert angegeben wird umso geringer sind die

Sozialabgaben, was ebenfalls zu einer Fehlerquelle in der Bestandsaufnahme

führen kann. Das ermittelte Durchschnittseinkommen von Künstlern ist daher

keine verlässliche Größe.

Angaben zur Arbeitslosigkeit von Künstlern sind ebenfalls problematisch,


da es häufig zu kurzfristigen Engagements kommt, sie daher in keiner Statistik des

Arbeitsamtes geführt werden oder sie nicht als Künstler arbeitslos gemeldet sind,


was sie ebenfalls unerfassbar macht.


Der arbeitslose Künstler ist ein Problem für das Arbeitsamt. Können Schauspieler


vielleicht noch über die Künstlerdienste vermittelt werden, so ist es bei einem


Maler oder Schriftsteller schon fast auszuschließen, dass man ihm eine


dementsprechende Stelle anbietet. Wird eine Umschulung, die zu einer besseren



Vermittelbarkeit führen könnte, abgelehnt, ist eine Entwicklung hin zur


Langzeitarbeitslosigkeit bzw. in die Sozialhilfe vorprogrammiert. Und somit der


kritische Weg in die lebenslange staatliche Versorgung, was bedeutet, dass einzig


eine monetäre Grundversorgung sichergestellt wird.

Um Einblicke in die Problematik bzw. denn Alltag nicht etablierter

Kunstschaffender zu bekommen, führte ich ein Interview mit einer Berliner

Malerin, die seit 12 Jahren arbeitslos gemeldet ist.

alles lesen http://www.armutszeugnisse.de/themen/themen_07.pdf
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Mittwoch, 20. Oktober 2010

Künstler mit Hartz IV gesucht!

Künstler "mit" Hartz IV gesucht!
Seit einigen Jahren arbeite ich in der freien Kunst- und Filmszene. Dabei beobachte ich eine schleichend perfide Diskussion über Hartz IV-Empfänger/Innen. Ich kann mich des unangenehmen Eindrucks nicht erwehren, dass der Staat so tut, als müsse er großzügig als Almosengeber seinen Untertanen gegenüber auftreten und diesen permanent "nichtstuendes Schnorrertum" unterstellt. Ich bin zu tiefst davon überzeugt, dass der Mensch als humanes Wesen in seiner Grundstimmung kreativ veranlagt ist.

Ich organisiere seit nunmehr 5 Jahren das steig wachsende „Festival des gescheiterten Films“. Meine Erfahrungen haben mich gelehrt, ein wenig demütiger mit Menschen umzugehen, die in der High-End-Vermarktung - z.T. bewusst/absichtlich - durch die Maschen gefallen sind. Weiter musste ich feststellen, das unter den Filmemachern/ Drehbuchautoren und vor allem Künstlern viele Hartz4-Empfänger ihr Dasein fristen und gleichzeitig, ob ihres geringen Einkommens gesellschaftlich-kulturelle Arbeit leisten.

Nun kam ich auf die Idee, dass einmal profund zu dokumentieren. Ich glaube nämlich, das unsere Gesellschaft, vielleicht nicht unmittelbar finanziell, so doch über weiter gedachte Wege bis hin zur Hochkultur ihren Mehrwert durch diese „Basis-Arbeit“ um ein vielfaches zurück bekommt. Ja, ich behaupte: Hartz IV ist auch Kulturförderung und Investition und dass die durch Hartz IV erlangte freigestellte Kreativität eines der Säulen unser demokratisch gesinnten Kultur ist. Nun suche ich "Hartz4ler", die bei dem Projekt mitmachen und sich und Ihre Arbeit präsentieren.
quelle http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/0344e19bad0ff4a04.php

DER ARTIKEL IST VON 2009, DIE IDEE IST HEUTE UM SO AKTUELLER.
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Die bildende Kunst der Gegenwart

Die bildende Kunst der Gegenwart
Die rasche Entwicklung und die Vielfalt der Moderne haben die nachfolgenden
Generationen von Künstlern in eine schwierige Lage gebracht.
Denn um ins Geschäft zu kommen, muß man
aber heute ähnlich wie Picasso oder Beckmann malt, fällt nicht auf
ein Epigone unter vielen.
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arno`s art


Dienstag, 19. Oktober 2010

HARTZ IV VERWEIGERER


HARTZ IV NEIN DANKE SONST BIN ICH NACKT WIE GOTT MICH SCHUF!

Grundeinkommen für Künstler

Grundeinkommen für Künstler
Rosa-Luxemburg-Stiftung widmet sich dem Wandel der Kulturproduktion
Die Gesellschaft ändert sich. In der Arbeitswelt werden zunehmend die bekannten Strukturen aufgelöst. Netzwerkartige und nur aufmittelfristige Projekt bezogene Systeme entstehen selbst in solchen tradierten Industriezweigen wie der Autoindustrie. Diese Verflüssigung, wie dieser Prozess von der Publizistin Adrienne Goehler beschrieben wird, erinnert viele Beobachter an die flexiblen Strukturen der künstlerischen Produktion.

Ein Symposium des Kulturforums der Rosa-Luxemburg-Stiftung versuchte am Wochenende, diesen Wandel der Gesellschaft in Richtung Kunst- und Kulturproduktion zu analysieren und gleichzeitig die Auswirkungen auf den Kultursektor in den Blick zu nehmen. Die in den Roten Salon der Volksbühne eingeladenen Experten zeichneten ein durchaus differenziertes Bild.

Der Kulturhistoriker Wolfgang Ruppert verwies darauf, dass Künstler schon länger prekär gelebt hätten. Nur einem geringen Teil der Absolventen von Kunstakademien sei es seit dem 19. Jahrhundert gelungen, sich von ihrer künstlerischen Tätigkeit zu ernähren, sagte er. Herbert Mondry vom Berufsverband Bildender Künstler steuerte aktuelle Zahlen für das überkommene Elendspanorama bei: 50 Prozent aller Bildenden Künstler verdienen nicht mehr als 500 Euro monatlich. Eine Abwärtstendenz für Tänzer und Schauspieler angesichts der zunehmenden Etatkürzungen für Theater konstatierte sogar die Tänzerin und ver.di-Aktivistin Miriam Wolff.

Die Soziologin Alexandra Manske systematisierte mit einer Studie über den Wandel der Kulturproduktion diese aus einzelnen Bereichen stammenden Beobachtungen. Sie stellt zwar eine Zunahme der Beschäftigung im Kultursektor fest. Dieser Zuwachs ist jedoch von einer starken Prekarisierung geprägt. Die Arbeitsverhältnisse sind in der Regel ungesichert. Einzelunternehmer überwiegen. Zwischen ihnen herrscht eine Art Konkurrenz, die nur den Sieger belohnt, den Unterlegenen aber leer ausgehen lässt. Verschärfend komme hinzu, dass die überkommenen sozialen Sicherungssysteme (KSK, ALG) veraltet sind.

Als Waffe gegen die Verschlechterung der Produktionsbedingungen schlug der Publizist Philipp Albers vor, »Komplizenschaften unter Gleichgesinnten« zu gründen. Dadurch sollten die Lasten der Projektarbeit verteilt und sogar in Genüsse verwandelt werden.

Die frühere Berliner Kultursenatorin Adrienne Goehler plädierte hingegen für eine radikale Umsteuerung. Sie forderte das bedingungslose und Existenz sichernde Grundeinkommen für alle. Das würde die Kreativen vom unmittelbaren Verwertungszwang befreien und ihnen bessere Gelegenheit zur schöpferischen Tätigkeit bieten. Manske wies jedoch darauf hin, dass das Grundeinkommen besondere Fähigkeiten zur Gestaltung des eigenen Lebens voraussetze. Für hoch qualifizierte Geringverdiener hielt sie das Grundeinkommen daher sinnvoll. Bei bereits jetzt Marginalisierten befürchtete sie durch die dann mangelnde Notwendigkeit zur Erwerbsarbeit eine noch radikalere Abkopplung.

quelle http://www.neues-deutschland.de/artikel/161076.grundeinkommen-fuer-kuenstler.html
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Montag, 18. Oktober 2010

Vincent 1/8 van Gogh - Der Maler der Armut und des Lichts - Kunst - Maler

GROSSE VORBILDER

Vincent van Gogh
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Selbstbildnis (1887)

SignaturVincent Willem van Gogh [ɡɔx, niederländisch ɣɔx] (* 30. März 1853 in Groot-Zundert (heute: Zundert) bei Breda, Niederlande; † 29. Juli 1890 in Auvers-sur-Oise, Frankreich) gilt als einer der Begründer der modernen Malerei. Er hinterließ (nach gegenwärtigem Wissensstand) 864[1] Gemälde und über 1000 Zeichnungen, die allesamt in den letzten zehn Jahren seines Lebens entstanden sind. Sein Hauptwerk, das stilistisch dem Post-Impressionismus zugeordnet wird, übte starken Einfluss auf nachfolgende Künstler, vor allem die Fauves und Expressionisten, aus. Während er zu Lebzeiten nur wenige Bilder verkaufen konnte, erzielen seine Werke seit den 1980er-Jahren bei Auktionen Rekordpreise. Darüber hinaus hat der Maler einen umfangreichen Briefwechsel geführt, der eine Fülle von Hinweisen auf sein malerisches Werk enthält und selbst von hohem literarischem Rang ist.
mehr http://de.wikipedia.org/wiki/Vincent_van_Gogh